Atelier Nina Maron
Galerie Lang Wien, Oktober 2018

Galerie Lang Wien
Oktober 2018

PAINTING IN SERIES

 

Die Demystifizierung des superschnellen Wahrnehmungsprozesses, der von uns Menschen noch zusätzlich künstlich in wechselseitiger Rückkoppelung beschleunigt wird, um zu verbergen, besser verschleiern, andere und uns selbst zu täuschen. Verlangsamt. Begrenzt. Segmentiert. In statischen Serien vor unsere Augen platziert, kann unser Hirn dem vegetativ unablässigen Vergleichen auf der Suche nach Erkennen folgen. Damit wird der Zeit ihre Dauer zurückgegeben, die uns aus der Ohnmacht des schutzlos Aufgenommenen entreisst, uns den Moment der Reflektion über die Reflektion unserer Wahrnehmung wieder ermöglicht. Missbrauchsumkehr in Endlosschleife.

Versetzt man nun meine Bilderserien vom statischen wieder zurück in den bewegten Aggregatzustand, verschiebt sich abermals die Wahrnehmungsebene von der plastischen in die virtuelle Realität, offenbart sich der Prozessablauf unseres Nichterkennes, weil wir das Körperliche (Authentizität) zu reiner Information auflösen. Das erzeugt in uns eine unstillbare Sehnsucht, ein unersättliches Begehren einer begreifbaren Körperlichkeit, die selbst dann noch vorhanden ist, auch wenn das Original bereits nicht mehr existiert oder gar nie existiert hat.

 

"Femme fatal" – 2015
Speed (ms):
«Femme fatal»

Der Ausdruck birgt alle Klischees; von Verführung bis Manipulation. Von rein passiv unbeabsichtigt bis hin zu aktiv bewusst. Meine Bilder stehen im Widerspruch zur Interpretation des Titels. Jedes Subjekt kann mit sexistischem Klischeedenken vollbeladen objektiviert werden, und steht damit in direktem Zusammenhang mit der Art und Weise wie Werbung gemacht wird. Der Entwurf von sterotypisierten Austauschobjekten, um Beobachtenden vorgefertigte Bilder unaufhörlich repetierend in den Kopf zu impfen. Missbrauch von menschlichem Begehren. Von Gesicht zu gesichtslos. Authentizität degradiert zu vegetativer Funktion (Virtualität). Von «Ge»sicht zu «Ab»sicht, von «ab»sichtslos zu «ge»sichtslos.

 

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Auszeichnungen
WERKSTATT

AUS MEINER WERKSTATT

Hier ein kleiner Ausschnitt meiner Arbeit
Klicken Sie bitte auf die Bilder, um sie besser sehen zu können.


Womb for rent

Wombforrent1_70x50cm_2016 Wombforrent1_70x50cm_2016 Wombforrent1_70x50cm_2016 Wombforrent1_70x50cm_2016

Jack's Collection

Jacks_Collection_1_2010_50x30 Jacks_Collection_2_2010_50x30 Jacks_Collection_3_2010_50x30 Jacks_Collection_4_2010_50x30 Jacks_Collection_5_2010_50x30 Jacks_Collection_6_2010_50x30 Jacks_Collection_7_2010_50x30 Jacks_Collection_8_2010_50x30 Jacks_Collection_9_2010_50x30 Jacks_Collection_10_2010_50x30 Jacks_Collection_11_2010_50x30

Zoferl

Zoferl 1 Zoferl 2 Zoferl 3 Zoferl 4 Zoferl 5 Zoferl 6 Zoferl 7

Stiff_Stuff

Stiff_Stuff_1 Stiff_Stuff_2

Ohne uns geht nix

Hau mi ned

esisnetollasans

Die Zeit - Sigi Maron

Finnisage

Suck my dick

Suck my dick 1 - Oil on canvas - 60x40cm - 2006 Suck my dick 2 - Oil on canvas - 60x40cm - 2006 Suck my dick 3 - Oil on canvas - 60x40cm - 2006 Suck my dick 4 - Oil on canvas - 60x40cm - 2006

Stepdaughter's game

Stepdaughtergame_30x50_aufLeinwand_2015_1 Stepdaughtergame_30x50_aufLeinwand_2015_2 Stepdaughtergame_30x50_aufLeinwand_2015_3 Stepdaughtergame_30x50_aufLeinwand_2015_4 Stepdaughtergame_30x50_aufLeinwand_2015_5 Stepdaughtergame_30x50_aufLeinwand_2015_6 Stepdaughtergame_30x50_aufLeinwand_2015_7 Stepdaughtergame_30x50_aufLeinwand_2015_8

Allcolored worker

Allcoloured_Worker_1_2012 Allcoloured_Worker_2_2012

I do I do I do

Audrey1_50x40_aufLeinwand_2016 Audrey2_50x40_aufLeinwand_2016 Audrey3_50x40_aufLeinwand_2016 Audrey4_50x40_aufLeinwand_2016 Audrey5_50x40_aufLeinwand_2016 Audrey6_50x40_aufLeinwand_2016

TESTIMONIALS

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Peter Turrini. Schriftsteller.

Nina Marons Bilder beschreiben nicht mehr und nicht weniger als das Verschwinden des Menschen hinter der Fassade, hinter dem Klischee, hinter dem Dekor.

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Evelyn Schalk.AktivistIn, KünstlerIn, TheoretikerIn, JournalistIn, AutorIn.

Ihre Bilder entstehen nicht im luftleeren, sphärisch-indefiniten Raum, sondern entwickeln sich in Serien.

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Brigitte Borchhardt-Birbaumer. Kunsthistorikerin und Journalistin.

Durch die malerische Repetition der gleichen Bildvorlagen verstärkt Nina Maron die Aussage und macht dem Betrachter bewusst, dass man Menschen nicht nur aus einer einzigen Sicht beurteilen kann.

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Gan Sanders. .

Nina Marons Strich entlarvt. Sie malt nicht zu, sie streicht auf. Es ist, als würde sie die Deckfarbe von der aktuell nicht mehr zumutbaren Wahrheit heben. Schritt um Schritt. Eine Prozessdarstellung.

KONTAKT

ATELIER NINA MARON

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1030 Wien, AT

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